Wo das Meer den Herzschlag beruhigt
Es ist Anfang Oktober, und die Sonne steht tiefer über dem Meer. Eingehüllt in eine Decke sitze ich auf der Terrasse unserer Waterfront Villa im Villaggio San Francesco und höre dem sanften Rauschen der Wellen zu. Dieses gleichmäßige, beruhigende Geräusch ist wie ein Herzschlag – rhythmisch, verlässlich, tröstend. Der Sommer ist vorbei, die Urlauber sind abgereist, und was bleibt, ist die stille Schönheit eines fast menschenleeren Strandes.

Foto: Beauty.at
Wo im Juli und August bunte Sonnenschirme dicht an dicht stehen, zieht nun der Wind leise Spuren in den Sand. Übermütig läuft unser Hund voraus, wir sammeln Muscheln und ich atme tief ein - die salzige Luft, durchzogen vom Geruch des Meeres und einer Spur Pinienharz, ist für mich wie Medizin. Reich an Mineralien und Jod, stärkt sie die Atemwege, fördert die Durchblutung und schenkt ein Gefühl von Klarheit, das man nur an der See findet.

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Ein Haus am Meer - Rückzugsort mit Stil
Unsere Villa - es ist ein kleiner Ferien-Bungalow - liegt am Beginn des Sandstrandes und schenkt uns bereits frühmorgens bei Sonnenaufgang einen phantastischen Blick auf das Wellengekräusel und die unerfindlich grünen Wogen der Adria. Das BiHoliday Feriendorf Villaggio San Francesco ist im Herbst ein Ort der Ruhe.
Die Wege sind still, die Palmen wiegen sich im Wind, und in den frühen Morgenstunden glitzert der Tau auf den Holzterrassen. Während der Hund sein Begrüßungsleckerli aus dem „Welcome Package“ genußvoll verspeist, bereite ich Kaffee zu. Es ist die schönste Art, den Tag zu beginnen: barfuß, nur mit dem überlangen Pullover meines Mannes bekleidet, die Kaffeetasse in der Hand, der Blick aufs Meer, das den Sonnenaufgang widerspiegelt.

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Später, wenn die Sonne von Orange auf Herbstgolb wechselt, verwandelt sich der Strand in eine Bühne aus Licht. Wir gehen dem Wasser entgegen, tauchen bis zu den Knien ein und spüren die Kühle, während die Wellen den Sand unter den Sohlen wegspülen. Mit jeder Welle schwindet das Gefühl von Stress, Druck und Anspannung - es bleibt ein wohltuendes Gefühl der Entspannung.

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Caorle, eine Stadt in Pastell
Nur zehn Minuten entfernt liegt Caorle, eine kleine, charmante Stadt, die erst in der Vor- und Nachsaison ihren wahren Charakter zeigt. Die engen Gassen, die im Sommer überfüllt sind, wirken jetzt wie eine Kulisse aus einem alten Sophia Loren-Film. Die pastellfarbenen Häuser in rosa, gelb und türkis leuchten weicher, die Lichtreflexe sind wie gemalt.

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Wir schlendern durch die Altstadt, trinken abwechselnd Aperol Spritz und Cappuccino auf der Piazza Vescovado, während die Sonne zwischen den Dächern tanzt. In dieser Jahreszeit ist Caorle langsamer, authentischer, entspannter. Es gibt keine Warteschlangen vor den Gelaterias, kein Gedränge in den Boutiquen – nur das leise Klirren von Eiswürfeln in den Aperol-Gläsern und das Kreischen der Möwen, die sich um Brotkrumen streiten.

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Kulinarische Glücksmomente
Der Herbst ist in Caorle auch die Zeit der Aromen. In den Restaurants am Hafen duftet es nach frisch gegrilltem Fisch, Risotto mit Tintenfisch und dem typischen „Sarde in saor“ – Sardinen in süßsaurer Marinade mit Pinienkernen und Zwiebeln.

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Im Herbst entfaltet auch das Umland seinen Reiz
Venedig liegt nur eine gute Autostunde oder eine halbe Bootsstunde ab Punta Sabbioni entfernt und jetzt, ohne Touristenmassen, lässt sich die Anziehungskraft der Lagunenstadt noch intensiver genießen. Portogruaro, mit seinen Arkaden und alten Mühlen, ist ein kleines Juwel für Geschichtsinteressierte. Concordia Sagittaria, die römische Siedlung am Lemene-Fluss, erzählt von 2000 Jahren Kulturgeschichte. Und wer einfach nur Ruhe sucht, findet sie auf den langen Spaziergängen entlang der Küste, wo das Meer die Gedanken ordnet.

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Abends auf der Terrasse, eingehüllt in eine Decke, beobachte ich, wie die letzten Sonnenstrahlen über dem Meer verschwinden. Der Herbst am Meer ist eine Einladung an die Langsamkeit, die man hier sehr schnell liebgewinnt. Caorle im Herbst, das ist kein Ort, den man besucht. Es ist ein Gefühl, das man mitnimmt.
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